Storytime – Heal This Heart

Lord, heal this heart.
Take it all, take it all.
I want a new start.
I’m longing for your love.

Mein Herz musste gebrochen werden, damit ich verstehe, was es bedeutet, sich von Gottes Liebe füllen zu lassen. Damit ich lerne, meine Emotionen und Gedanken zu kontrollieren. Damit ich mein Herz Jesus gebe und es fest in seinen Händen ist. Damit ich mich in Jesus verliebe.

Meine besonders große Sehnsucht

Verliebtsein ist etwas Schönes – doch für mich war es mein Leben lang eher etwas Belastendes. Wenn ich einen „crush“ auf jemanden hatte, dann haben die Emotionen meinen ganzen Alltag eingenommen und ich konnte kaum an irgendetwas anderes denken. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ein sehr emotionaler und leidenschaftlicher Mensch bin, der Gefühle schwer ausblenden kann. Zudem denke ich, dass mir Gott eine besonders große Sehnsucht nach Liebe und Partnerschaft ins Herz gelegt hat, mit der ich lange Zeit nicht umgehen konnte; als Teenager drehte sich meine ganze Welt um Jungs und ich erinnere mich kaum an eine Zeit, in der ich nicht für einen Jungen schwärmte.

Zeit für Veränderung

Bis vor ein paar Jahren war das mit dem ständigen Verliebtsein nach wie vor Normalität für mich. Langsam lernte ich, meine Gefühle zu kontrollieren. Durch Bücher, Predigten und Gespräche mit reiferen Christen, die schon länger mit Jesus unterwegs waren als ich und einiges zum Thema Partnerschaft bereits gelernt hatten, schlich sich bei mir allmählich der Gedanke ein, dass die Art, auf die ich bislang nach meinem Traumprinzen gesucht hatte, wohl nicht die zu sein scheint, die Gott sich für uns Menschen wünscht. Ich fühlte, dass meine Seele total angestrengt und ausgelaugt war vom ganzen Ver- und Entlieben, dem Auf und Ab der Gefühle und dem wiederkehrenden – meist nur in Gedanken – Einstellen auf eine neue Person. Zudem merkte ich, dass das Beziehungsthema an sich einen viel zu hohen Stellenwert in meinem Leben einnahm; ich glaubte insgeheim, dass ich erst hundertprozentig glücklich sein könnte, wenn Gott mir einen Partner schenken würde. Als mir dies klar wurde, bat ich Gott um Hilfe. Er sollte mir aus diesem Emotionschaos heraushelfen. Ich konnte und wollte nicht noch mehr Männer in mein Herz lassen und hoffen, dass sich das lang ersehnte „und sie lebten glücklich bis ans Ende“ endlich auch für mich erfüllen würde. Es war nicht nur falsch, sondern auch echt anstrengend. Also kapitulierte ich. Ich versuchte meine Gedankenwelt und meine Gefühle zu beherrschen; wenn ich merkte, dass meine Gedanken in Richtung eines bestimmten jungen Mannes abdrifteten, betete ich ein Stoßgebet und lenkte sie bewusst auf etwas anderes. Noch heute wende ich diese Strategie an, wenn meine Sehnsüchte hochkommen und ich absolut keine Lust auf emotionale Verwirrung habe. Das funktioniert echt gut.
Wenn das jetzt so klingt, als hätte ich damit das Wundermittel gegen meine Sehnsucht gefunden, dann muss ich dich und mich leider enttäuschen. Gedanken wegschicken und kontrollieren ist eine Hilfe, aber man kann trotzdem nicht verhindern, dass Gedanken überhaupt aufkommen. Ich kann entscheiden, was ich mit ihnen mache, ob ich mich den Träumereien in meinem Kopf hingebe, oder stark bin und abwäge, ob es gut für mich wäre, sich Gedanken zu machen.

Liebe, die zu nichts führte

Allein die Erkenntnis, dass ich Verantwortung über meine Gedankenwelt und meine Gefühle übernehmen und meine Einstellung zum Thema Partnerschaft ändern musste, veränderte mich. Ich wurde stärker und fokussierter – bis ich mich verliebte. Mal wieder. Doch dieses Mal war anders, denn ich verliebte mich in meinen besten Freund. Die Gefühle kamen so plötzlich, so unerwartet, dass ich kaum etwas gegen sie tun konnte. Es war, als hätte sich ein Schalter in meinem Hirn umgelegt, der bewirkte, dass ich meinen Freund mit anderen Augen ansah. Wir kannten uns ziemlich gut. Auf einer tiefen, persönlichen Ebene, auf welcher ich wenig Menschen kenne. Diese Verbundenheit, kombiniert mit romantischen Gefühlen, machte die Situation, meine Gefühlslage ziemlich einzigartig. Ich war nicht nur verknallt, es war keine Schwärmerei. Ich liebte diesen Menschen. Von ganzem Herzen. Umso tragischer ist es, dass diese Liebe zu nichts führte. Zumindest zu nichts als Verletzung auf zwischenmenschlicher Ebene. Doch ich darf sagen, dass die schlimmste Verletzung dazu geführt hat, dass ich richtig frei wurde.

Jesus, heile mein Herz!


Gott sagt in seinem Brief an die Menschen, in der Bibel, dass alle Dinge denen, die Gott lieben, zum Guten mitwirken (Römer 8,28). Das habe ich besonders intensiv erleben dürfen, als mir das Herz gebrochen wurde.
In dieser Zeit entstand mein Song „Heal This Heart“. Er war für mich eine Art Gebet. Mein Flehen, meine Bitte an Gott, mir zu helfen und den Schmerz zu nehmen, mir wieder neuen Lebensmut und Hoffnung zu geben.

It’s you, you see it all. Every little piece of my heart.
It’s you that I look to. You heal every wound, every scar.
I know that I am changed. Your perfect love is all that it takes to heal every part of this heart.

Gott sagt, dass wir zu ihm kommen dürfen, wenn wir mühselig und beladen sind und er uns Ruhe geben möchte (Matthäus 11,28).
In Psalm 147, Vers 3 steht, dass Gott die heilt, die zerbrochenen Herzens sind und dass er ihre Wunden verbindet.
Gottes Zusagen aus der Bibel und Berichte anderer, die genau das erlebt hatten, ließen mich darauf vertrauen, dass Gott mich nicht allein lassen würde. Ich selbst konnte nichts tun, um irgendetwas an den Geschehnissen, der Situation, meinen Gefühlen, dem Schmerz und dem Unmut zu ändern. Aber ich wusste, dass Gott es kann. Und er tat es. Irgendetwas in mir sagte mir, dass ich morgens in meiner Bibel das Hohelied der Liebe lesen sollte. Also fing ich an zu lesen. Die dort niedergeschriebenen Worte wurden über Wochen zu einer direkten Botschaft Jesu an mich; während des Lesens fühlte es sich so an, als würde Gott Dinge wie „Siehe, du bist schön meine Freundin […]“ (Hohelied 1,15) und „Wie eine Lilie unter Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.“ (Hohelied 2,2) zu mir, Delia, ganz persönlich sagen. Gott redete durch das Hohelied zu mir und zeigte mir, was ich ihm bedeute. Meine Verbindung, Beziehung zu Gott wurde während dieser Zeit noch tiefer, als sie es je zuvor war. Ich freute mich so darüber, dass ich Jesus in meinem Leben hatte, dass sein Heiliger Geist in mir wirkte und mir Kraft an jedem Tag schenkte. Nicht nur Kraft schenkte er mir, er ließ mich tiefe Liebe für Gott empfinden. Es war, als wäre ich verliebt in Gott – ja, das mag etwas seltsam klingen, aber so war es.
Das, was ich von einem Mann zu bekommen erhoffte, zu bekommen versuchte, wollte mir Gott schon die ganze Zeit geben. Er liebt mich bedingungslos, er findet mich unglaublich schön. Ich bin wertvoll, besonders und einzigartig in seinen Augen und er schätzt mich so sehr. Niemals würde Gott mich enttäuschen, verlassen oder verletzen. Mir das immer wieder aufs Neue bewusst zu machen, bringt mich zum Weinen. Wie konnte ich all die Jahre weglaufen vor der Liebe Gottes und nicht verstehen, wie intensiv und real seine Liebe für mich ist? Wie konnte ich meine Bestätigung in Beziehungen zu Männern, im Verliebtsein und Emotionen suchen? Wie konnte ich mich selbst so wenig wertschätzen und Männern hinterherlaufen, nur um von ihnen einen Funken Liebe, Beachtung und Anerkennung zu bekommen, wenn Gott mir all dies jederzeit geben kann und will? Was bin ich froh, dass mir die Augen aufgetan wurden! Ich bin froh, dass ich auf die Nase gefallen bin, dass ich enttäuscht und verletzt wurde, sodass ich mich nur noch an Gott wenden konnte.

Leidenschaftlich für Jesus

Ich gab ihm mein Herz und verwendete all meine Energie darauf, ihm zu dienen. Aus Liebe zu ihm. Statt meine Zeit und Energie in die Suche nach Mr. Right zu investieren, lernte ich, meinen Fokus auf Gott zu richten. Darauf, noch leidenschaftlicher für ihn zu leben. Mit ihm Dinge zu starten, in die Hand zu nehmen – wie zum Beispiel Songs zu schreiben, Konzerte zu geben und anderen Menschen von Gottes Liebe für sie zu erzählen. In Matthäus 6, Vers 33 steht: „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“ (HFA). Genau das habe ich erlebt. Ich habe mich an Gott festgeklammert, er schenkte mir seine Liebe. Ich liebte ihn zurück und konzentrierte mich auf das, was Gott gefällt. Der Schmerz wurde mir genommen, Gott hat meine Wunden verbunden und mich mit Freiheit und Frieden im Herzen beschenkt. Das bedeutet nicht, dass die Sehnsucht nach Partnerschaft einfach verschwunden ist. Aber ich habe gelernt, verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen – auch wenn das nicht immer leicht ist und ich oft feststellen muss, dass ich eben doch nur ein Mensch mit Ecken und Kanten bin. Es ist okay, sich eine Beziehung zu wünschen. Es ist okay, sich auf eine Ehe zu freuen. Aber es ist nicht okay, wenn das Ganze einen zu hohen Stellenwert hat und den Platz im Herzen einnimmt, der nur für Gott reserviert sein sollte. Es ist eine bewusste Entscheidung, Gott diesen Platz in meinem Herzen zu geben, die immer wieder aufs Neue getroffen werden muss. Doch die Entscheidung lohnt sich! Ich lebe viel entspannter ohne ständiges Ver- und Entlieben. Ich vertraue darauf, dass Gott mir zur richtigen Zeit einen Partner schenken wird. Doch bis es so weit ist, konzentriere ich mich lieber darauf, Gottes Reich zu bauen und Jesus immer ähnlicher zu werden, denn das ist der Wunsch Gottes für uns Menschen. Mein Herz liegt in Gottes Händen und da ist es genau richtig.

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