Ich bin — Psalm 139

“Herr, ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“

Auch wenn ich das nicht immer so seh‘.

Schau‘ ich die Schöpfung an,
das Werk deiner Hände,
hör‘ ich die Stimme,
die sagt:

„Und Gott sah, dass es gut war.“

Sehr gut.
So hast du den Menschen gemacht.
Adam und Eva.

Eva —

der Schlussakkord der Symphonie,
der Höhepunkt der Melodie.
Als lebensrettendes Gegenüber,
so viel mehr, so viel schöner
als deine Kreation, die

mir jedes Mal den Atem raubt,
wenn ich dasitz‘,
in deine Welt schau‘.

„Wunderbar sind deine Werke, das erkenne ich.“

Ich bin

dein Werk, von dir gewollt,
bedacht gemacht
mit Talenten, Gaben und Eigenarten.

Ich bin

heilig, so wie damals im Garten
bevor da der Schmerz war,
die Lügen, die Zweifel, die Wunden
— nicht mehr da.

Nicht mehr da?

Bin ich ganz ehrlich,
dann muss ich gesteh’n,
dass da doch noch was ist,
ansatzweise kann man es aus dem Augenwinkel noch seh’n.

„Herr, ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“

Ich bin

ezer k’negdo,
krönender Abschluss der Schöpfung,
heilig und schön und sowieso
immer dein Kind.
Das ist alles, was ich bin.

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