Ich bin — Psalm 139

“Herr, ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“

Auch wenn ich das nicht immer so seh‘.

Schau‘ ich die Schöpfung an,
das Werk deiner Hände,
hör‘ ich die Stimme,
die sagt:

„Und Gott sah, dass es gut war.“

Sehr gut.
So hast du den Menschen gemacht.
Adam und Eva.

Eva —

der Schlussakkord der Symphonie,
der Höhepunkt der Melodie.
Als lebensrettendes Gegenüber,
so viel mehr, so viel schöner
als deine Kreation, die

mir jedes Mal den Atem raubt,
wenn ich dasitz‘,
in deine Welt schau‘.

„Wunderbar sind deine Werke, das erkenne ich.“

Ich bin

dein Werk, von dir gewollt,
bedacht gemacht
mit Talenten, Gaben und Eigenarten.

Ich bin

heilig, so wie damals im Garten
bevor da der Schmerz war,
die Lügen, die Zweifel, die Wunden
— nicht mehr da.

Nicht mehr da?

Bin ich ganz ehrlich,
dann muss ich gesteh’n,
dass da doch noch was ist,
ansatzweise kann man es aus dem Augenwinkel noch seh’n.

„Herr, ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“

Ich bin

ezer k’negdo,
krönender Abschluss der Schöpfung,
heilig und schön und sowieso
immer dein Kind.
Das ist alles, was ich bin.

Entspannt Single: Der richtige Fokus entscheidet

Single sein ist nicht einfach. Besonders in einer Welt, in der sich alles um Liebe zu drehen scheint. Ob in Büchern, Liedern, Filmen oder auf Social Media: Es geht immer wieder um das tiefste Bedürfnis des Menschen nach Liebe und Anerkennung. An sich ist das weder positiv noch negativ. Schwierig wird es meiner Meinung nach allerdings, wenn ein zu großer Fokus auf Liebesbeziehungen gelegt wird. Wenn es nur noch darum geht, wie, wann und wo man einen Partner findet. Wenn Singles vermittelt wird, dass ihnen ohne Partner etwas fehlt. Dass sie erst vollständig sind, wenn sie ihre „bessere Hälfte“ gefunden haben. Leider passiert das sehr häufig.
Kein Wunder, dass sich dadurch ein großer Druck aufbaut. Schnell drehen sich die Gespräche auf einmal nur noch um die neuesten Entwicklungen auf der Liebesfront. Ratschläge werden ausgetauscht und Pläne geschmiedet:

Habt ihr schon den Neuen in der Gemeinde gesehen?“
„ X und Y haben sich verlobt!“
„Sowieso ist seit letzter Woche mit Blabla zusammen.“
„Es gibt einfach keine
richtigen Männer/Frauen hier. Wir sollten mal in eine andere Church fahren und uns da umschauen.“

Wir müssen lernen, uns zu entspannen

Ich gebe zu, dass auch ich hin und wieder gerne bei solchen Gesprächen dabei bin. Aber eigentlich geht es mir ziemlich auf die Nerven. Denn wir reiten immer wieder auf dem gleichen Thema herum, das uns schon oft genug beschäftigt. Der übertriebene Fokus darauf, einen Partner zu finden, ist ungesund für unser Herz. Statt zusätzlich Salz in die Wunde zu streuen, uns ständig um unsere Sehnsüchte zu drehen, könnten wir unsere Kraft, Zeit und Gedanken mit so viel mehr füllen. Wir müssen lernen, uns zu entspannen und unser Leben zu leben. Trotz, nein, gerade mit Sehnsucht nach Partnerschaft.

Mein persönlicher Struggle mit der Liebe

Die Liebe ist eines der Themen, die mich schon immer am meisten beschäftigten. Früher, damit meine ich die Zeit, bevor ich Jesus kannte, lebte ich dafür, meinen Traumprinzen zu finden. Die Sehnsucht in meinem Herzen war unglaublich groß. Ich datete, verliebte, entliebte mich und genoss dabei den Zauber der Liebe. Ich war eine junge Frau auf der Suche nach Glück, Annahme und Bestätigung. Das alles bekam ich auch bis zu einem gewissen Punkt durch die Aufmerksamkeit von Männern. Aber so richtig erfüllen konnte mich das nicht. Mein Herz blieb immer ein Stück leer. Dann lernte ich Jesus kennen, den Liebhaber meiner Seele. Ich hörte auf mit dem Dating, mit dem pausenlosen Suchen. Ich wollte mich auf Gott fokussieren, statt Kerlen hinterherzujagen.
Am Anfang lief das nicht sofort rund: Ich war nach wie vor von möglichen Partnern, auch in der Christenwelt, begeistert und verliebte mich schnell. Doch das konnte ich mit Gottes Hilfe abstellen. Indem ich wie ein Weltmeister betete, dass Gott mein Herz fest machen würde und zu Gedanken bewusst Nein sagte. Ich lernte mit meiner Sehnsucht umzugehen und übernahm Verantwortung in diesem Bereich. In meinem Kopf und meinem Herzen war nun so viel mehr Platz für Jesus. Ich merkte, dass ich viel freier war. Mein Fokus lag nun auf meiner Beziehung zu Jesus und nicht auf der Partnersuche. Ich schloss einen Bund mit Gott: Ich würde mich erst wieder verlieben, wenn er sein Okay geben würde.

Sitzt du noch auf der Wartebank?

Früher wartete ich krampfhaft darauf, dass mein Prince Charming vorbeikommen und mich mit ins Leben nehmen würde. Ich saß auf der Wartebank – der Platz all jener Singles, die auf ihr Ziel Partnerschaft hinfiebern und dabei vergessen zu leben. Tief in ihrem Herzen glauben sie, dass sie erst mit Partner glücklich sein können. Dass ihnen als Single etwas fehlt. Ich glaube nicht, dass Gott sich eine solche Haltung für uns wünscht. Er hat uns doch zu so viel mehr geschaffen! Er möchte, dass wir frei von allem sind, was uns negativ bestimmt, was unser Herz gefangen nimmt. Für ihn sind wir als Individuum unglaublich wertvoll. Er möchte die Welt jetzt durch uns zu einem besseren Ort machen. Nicht erst als „Frau von Soundso“.
Ich habe keine Lust auf der Wartebank zu sitzen. Ich will eine Frau sein, die ihr Leben, und gerade auch ihre Zeit als Single, aktiv für Gottes Reich nutzt. Denn seien wir mal ehrlich: In der Lebensphase als Single hat man einfach viel mehr Freiheit, um das zu machen, was Gott einem aufträgt. Ich will eine Frau sein, die ihre Freiheit nutzt, um Gott immer näher zu kommen. Ich will eine Frau sein, die aus der Liebe zu Jesus Kraft schöpft. Die, aus dieser Liebe heraus, der Welt von ihrem Jesus erzählt.

Mein Wunsch nach Partnerschaft ist trotzdem nicht einfach verschwunden. Und das ist okay, sogar natürlich. Der Unterschied zu früher ist jedoch, dass ich entspannt und glücklich bin. Mit mir und mit Jesus. Denn er ist der Mann, der mit mir durchs Leben geht. Mein Fokus liegt auf ihm und nicht darauf, einen Partner zu finden. Ich bin der festen Überzeugung, dass man erst für eine Beziehung bereit ist, wenn man mit sich selbst, als Single, zufrieden ist. Wenn man keine Beziehung braucht, um glücklich und erfüllt zu sein. Wenn man keine Dates braucht, um sich gut zu fühlen. Ich bin dankbar, dass Gott mir das klargemacht hat. Auch wenn ich sicher noch nicht am Ende aller Erkenntnisse angelangt bin.

Was ich mir für uns Singles wünsche

„Oh take me back, back
All the way back
Oh take me back to my first love“

– Take Me Back by Maverick City Music

Ich finde es schade, dass in der christlichen Welt viel zu selten betont wird, wie wichtig es ist, glücklich und entspannt single zu sein. Diese Lebensphase als kostbar anzusehen. Es gibt zahlreiche Predigten, Seminare und Bücher über die Ehe – die super wichtig und gut sind, keine Frage. Aber es wäre schön, wenn dem Singlesein mehr Wert gegeben werden würde. Wenn Singles bestätigt und ermutigt werden würden. Wenn auch mal eine Predigt dem Leben als Single, mit all seinen durchaus positiven Facetten, gewidmet werden würde.
Ich wünsche mir für die Singles da draußen, dass sie viel bewusster durchs Leben gehen. Dass sie begreifen, welchen Schatz ihr Singlesein mit sich bringt. Dass sie von der Wartebank aufstehen. Dass sie aufhören, sich über ihr Alleinsein zu beklagen und anfangen, ihr Leben zu leben. Dass sie anfangen, intensiver mit Jesus zu leben. Dass sie ihren Fokus neu setzen. Auf das Ziel, Gott die Ehre zu geben, Jesus ähnlicher zu werden und sein Reich auf Erden zu bauen. Ich wünsche mir, dass wir miteinander anfangen, zu träumen, wie all das Wirklichkeit werden kann. Ich wünsche mir, dass sich unsere Gespräche nicht mehr so oft um unsere Sehnsucht nach Partnerschaft, sondern um die Sehnsucht nach unserem Papa im Himmel drehen.
Und für all die Momente, in denen ich das vergesse, vor lauter Selbstmitleid schnulzige chick flicks anschaue und mit meinen Freundinnen am Kaffeetisch über unsere missliche Lage als Single heule, wünsche ich mir, dass ich meinen Fokus wieder richtig setze. Dass ich mich an das erinnere, was wirklich zählt: mein Jesus.

2019: Wie mein Traum zerplatzte und mein Herz reiner wurde

Im letzten Jahr begleitete mich ein Bibelvers, welchen ich im Neujahrsgottesdienst auf ein hübsches kleines Kärtchen gedruckt erhielt. Er lautete:

„Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ – Matthäus 5,8

Als ich ihn zum ersten Mal las, war ich mir nicht sicher, ob ich mich freuen, oder Respekt vor dem haben sollte, was mich dem Vers zufolge im neuen Jahr erwarten würde. Ich fragte mich, ob ich schon dieses reine Herz hatte, von dem die Rede war, und was eventuell bevorstehen konnte, damit ich ein reines Herz bekam. Nun ist das Jahr 2019 passé. Ich blicke auf ein Jahr zurück, welches wirklich dazu beigetragen hat, dass mein Herz ein ganzes Stück reiner wurde. Das war mit sehr viel Aufregung und Anstrengung verbunden, aber es hat sich gelohnt!

Delia – die Musikerin

Gott beschenkte mich zu Beginn des Jahres: Meine erste EP wurde veröffentlicht und ich bekam sehr viele Gelegenheiten, um mit meinen Songs auf Bühnen zu stehen, in Wohnzimmern zu spielen und die Geschichten hinter den Songs zu erzählen. Das war anfangs nicht leicht, da ich keine Ahnung hatte, wie man Lieder eigentlich musikalisch anspruchsvoll für eine kleine Band arrangiert. Auch auf der Gitarre war ich noch längst kein Profi. Aber Gott öffnete Türen, an denen ich noch nicht mal geklopft hatte; Auftritte und Gelegenheiten zum Spielen ergaben sich, ohne dass ich etwas dafür tat. Leute kamen mit Anfragen auf mich zu. Ich stürzte mich also in die Welt der Musik hinein und es war richtig erfüllend. Man kann sagen, dass Gott mir das nötige Werkzeug schenkte, um der Aufgabe gerecht zu werden, denn ich bekam wie von alleine so viel mehr Können auf der Gitarre und Wissen über die Materie. Ich fühlte mich unglaublich wohl als Delia – die Musikerin. Zu wohl, denn mein Alltag wurde mir zu gewöhnlich und langweilig. Ich wollte am liebsten immer die kreative Musikerin sein, denn als solche fühlte ich mich wohl und besonders, irgendwie wertvoll. Ich bemerkte gar nicht, dass ich mich fast nur noch über mein Können als Musikerin definierte. Alle anderen Bereiche meines Lebens, meiner Persönlichkeit wurden immer unwichtiger. Ich wollte mehr und entschied mich dazu, mich an einer Musikhochschule zu bewerben. Aber es durfte nicht irgendeine Musikhochschule sein, es musste die Hochschule für Popmusik schlechthin sein, die ich schon seit Jahren im Hinterkopf und vor der ich unglaublichen Respekt hatte. Früher traute ich mir nicht zu, dass ich die harten Aufnahmetests in Theorie und Gehörbildung bestehen konnte. Nun wollte ich aber nichts mehr, als die ganze Zeit Musik zu machen, sogar zu studieren, mich meiner Leidenschaft komplett zu widmen. Also gab ich alles, um diese Tests zu bestehen. Ich lernte, übte, lernte, übte. Und es lohnte sich, denn ich wurde zur Aufnahmeprüfung eingeladen, bestand den Theorieteil und durfte deshalb schlussendlich vorsingen, was die wenigsten schaffen. Ich war mir so sicher, dass ich an diese Musikhochschule gehörte. Ich merkte, dass mein Herz höherschlug, dass ich wie magisch angezogen wurde. Und ich dachte, dass Gott diesen Weg des Musikstudiums mit den verrückten Künstlern und aufregenden Projekten auch für mich im Sinn hatte. Ich erhielt sogar einige Bestätigungen diesbezüglich, die für mich unmissverständlich auf den Weg des Musikstudiums hinwiesen. Aber die Tür blieb verschlossen. Ich erhielt eine Absage. Und ich war am Boden zerstört. Ich war sauer. Enttäuscht. Verletzt. Gekränkt. Entmutigt. Verzweifelt. Perspektivlos.
Ich verstand Gott nicht. Ich war enttäuscht von ihm und zweifelte an, dass er es wirklich gut mit mir meinte, denn ich konnte mir nicht vorstellen, was gut an meinem gewöhnlichen, langweiligen Leben als Lehramtsstudentin sein sollte. Ich war traurig. Den ganzen Sommer lang.

Wer ich wirklich bin

Ich war traurig, bis Gott mir sagte, dass ich nun wieder aus meinem Loch herauskommen sollte. Es sei okay, zu trauern, aber ich solle wieder fröhlich sein und weitermachen. Ganz ehrlich: Das wollte ich auch von Herzen! Tief drinnen wusste ich nämlich irgendwie, dass nichts ohne Grund passiert und Gott alles gebraucht, um uns ihm ähnlicher zu machen, uns zu ihm zu ziehen. Meine, in meinen Augen, trostlose Situation musste irgendeinen tieferen Sinn haben. Und diesen offenbarte Gott mir auch: Ich erkannte, dass ich mein ganzes Sein an ein Musikerleben gehängt hatte. Ich definierte mich nur noch darüber. Ich dachte, ich könnte nichts wirklich gut, außer Musik zu machen. Aber ich bin so viel mehr als das! Und vor allem bin ich nicht, was ich kann. Ich bin nicht meine Fähigkeiten. Ich bin Delia – Kind Gottes, Jüngerin Jesu. Ausgestattet mit Gaben und Talenten, auf die ich kein Recht habe, die vielmehr Geschenke sind.

„Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“ – Galater 6,14

Ich sollte mich nur dafür rühmen, nur darüber definieren, Jüngerin Jesu zu sein. Das erkannte ich. Ich bat Gott um Verzeihung. Und ich verstand, dass ich dies nicht in meinem Herzen begriffen hätte, wenn ich eine Zusage der Hochschule bekommen hätte. Ich hätte blindlings in meiner Illusion der coolen Künstlerin Delia gelebt und vergessen, worauf es wirklich ankommt. Ein falsches Selbstbild, Selbstbewusstsein wie dieses wäre gefährlich gewesen. Eine tickende Zeitbombe. Sobald der Teil, über den man sich definiert, wegbricht, ist es dahin mit der Selbstsicherheit und Zufriedenheit. Gott hat mich davor bewahrt, mir ein Leben auf dieser falschen Grundlage aufzubauen. Vielmehr hat er mir erneut klargemacht, dass meine Identität als seine Tochter das einzige ist, auf das es sich zu bauen lohnt und auf das ich mich wirklich verlassen kann. Denn, passiere was wolle, dass ich ein Kind Gottes bin, kann mir nichts und niemand nehmen.

Ich bin mir ganz sicher, dass es Gott gefällt, wenn ich Musik für ihn mache und er dies gebrauchen möchte. Das kann auf verschiedene Wege passieren. Dazu muss ich kein neues Leben starten, Musik studieren und permanent von Künstlern umgeben sein. Ich bin froh, dass ich diese Lektion in 2019 gelernt habe und neu definieren konnte, wieso ich Musik mache und wozu sie dienen soll. Ich habe ein neues Bewusstsein für den Umgang mit meiner Gabe bekommen und habe eine klarere Vision. Ich habe ein reineres Herz in diesem Bereich bekommen.

Gott schafft Wege

Mit einer neuen Vision im Gepäck, schrieb ich neue Songs und machte mich auf die Suche nach der Musik, die ich wirklich machen möchte. Dabei beschenkte mich Gott mit Möglichkeiten: Die Zusammenarbeit mit einem sehr talentierten Produzenten. Ein neuer Sound entstand für einen meiner Songs.
Genau diesen Song durfte ich in einer christlichen Fernsehsendung performen. Dass ich diese Möglichkeit bekam, war eindeutig Gottes Werk. Denn nach meiner Aktion mit der Musikhochschulbewerbung, wollte ich bezüglich meines Weges als Musikerin nichts mehr erzwingen. Ich wollte mich ganz auf Gott verlassen. So betete ich eines Abends, dass ich nun nichts mehr von mir aus machen würde. Gott würde mir ganz klare Gelegenheiten zum Auftreten und Musikmachen schenken müssen. Am nächsten Morgen erhielt ich eine Nachricht über Instagram von einem TV-Format, welches mich fragte, ob ich mir vorstellen konnte, in der Sendung zu performen. Und ob ich mir das vorstellen konnte! Ich war total aus dem Häuschen, beeindruckt und voller Ehrfurcht vor Gottes Treue! Gott schaffte wirklich Wege, damit ich Musik machen konnte. Das ist einfach nur cool!

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind“ – Römer 8, 28

Auch wenn meine eigenen Pläne nicht zustande kommen, ist Gott gut. Er führt uns manchmal auf ganz andere Wege, die sogar viel besser für uns sind. Ich preise Gott dafür, dass er mir Gaben geschenkt hat, die ich zu seiner Ehre einsetzen darf. Er schenkt die Gelegenheiten dazu und ich darf gespannt sein, wohin er mich führt. Danke, Herr!

Schön sein: Vom Versteckspiel zur Erkenntnis wahrer Schönheit

Was ist schön? Bin ich schön? Wer gilt als schön? Wer beurteilt, wer und was schön ist, und wodurch ist etwas schön?
Warum ist mir Schönheit so wichtig, ist mir schön sein so wichtig?

Schönheit ist komplex

Schönheit ist vielschichtig, schwer greifbar, schwer definierbar. Sie ist viel zu komplex, um sie auf äußere Merkmale zu reduzieren, wie es leider allzu oft getan wird. Schönheit geht tiefer, geht unter die Oberfläche. Ein schöner Mensch ist nicht nur schön, weil er den Merkmalen des allgemeinen Verständnisses von ästhetischer Schönheit gerecht wird. Ein Mensch ist viel mehr schön, wenn er etwas Schönes an sich hat, beziehungsweise in sich trägt. Eine innere Schönheit, die durch die Ausstrahlung zum Vorschein kommt und auf mehr verweist, als das, was man von außen sieht. Wenn ich an schöne Menschen denke, dann denke ich an die Personen in meinem Umfeld, die gerade durch ihre Ausstrahlung schön sind. Schön sind, weil sie bei sich selbst angekommen sind. Weil sie keine Angst haben, sich zu zeigen. Weil sie Frieden darüber haben, wer sie sind. Ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch äußerlich noch so perfekt aussehen kann – wenn der innere Mensch jedoch nicht schön ist, dann fehlt etwas Entscheidendes.

Warum weibliche Schönheit alles übertrifft

Dass ich zu dieser Erkenntnis komme und mir bewusst wird, wie komplex Schönheit ist, dass sie eben nicht nur auf äußeres zu reduzieren ist, brauchte so seine Zeit. Über Jahre hat sich meine Sicht auf Schönheit verändert und ich durfte immer mehr entdecken, welchen Lügen ich geglaubt habe, wie ich – so wie viel zu viele von uns – unter dem Schönheitsdiktat der Welt litt. Dank des Buches „Weißt du nicht, wie schön du bist?“ von John und Stasi Eldredge – das soll an dieser Stelle keine Werbung sein, nur ein Verweis darauf, wo ich viel Weisheit und Wahrheit zu diesem Thema gefunden habe – wurde mir zuletzt noch bewusster, wie notwendig es ist, dass wir Frauen wieder zu unserer Schönheit zurückfinden und verstehen, wie wichtig wir sind. Deshalb schreibe ich auch diesen Text; ich möchte dich ermutigen, dich mit deiner Schönheit auseinanderzusetzen, zu begreifen und in deinem Herzen anzunehmen, dass du schön bist.

Gott hat uns Frauen als Krönung der Schöpfung, als Schlussakkord, als Kirsche auf der Sahnehaube geschaffen. Die Frau übertrifft die Schönheit der gesamten Schöpfung, denn ohne Eva war die Schöpfung nicht vollständig, ihr fehlte etwas, es war noch nicht gut. Das Wesen einer Frau ist also Schönheit. Das hat Gott sich so ausgedacht. Deshalb verlangt unser weibliches Herz danach, schön zu sein. Schönheit war die ursprüngliche Bestimmung, die Identität einer jeden Frau. Das weibliche Herz ist der Inbegriff dieser Schönheit und ist ganz anders als das des Mannes. Es schlägt auf einzigartige Art und Weise für Beziehungen. Frauen setzen sich für Beziehungen ein, erhalten sie aufrecht, pflegen sie. Uns liegt es am Herzen, fürsorglich für andere da zu sein, zu ermutigen und bekräftigen. Die Welt wäre ohne Frauen und ihr Gespür für Zwischenmenschliches um einiges kühler. Wir sind also nicht nur in der Lage dazu, körperlich, physisch Leben zu geben, sondern auch seelisch, psychisch. Und genau darin liegt der Schatz der Weiblichkeit; darin, dass wir unser Herz mit den Menschen um uns herum teilen, es offenlegen, Einblick in unser Innerstes geben und dadurch die Welt bereichern. Weiblichkeit wird dringend gebraucht. Sanftheit, Feingefühl und die gleichzeitige Stärke von Frauen wird gebraucht. Wie schön wäre die Welt, wenn wir Frauen alle so mutig wären, unsere Schönheit offenzulegen und zu teilen.
Jedoch sind wir viel zu oft schon verletzt worden. Wir tragen Wunden mit uns herum. Wir zweifeln an, dass wir überhaupt schön sind und verstecken unser Herz lieber – weil die Erfahrung uns gelehrt hat, dass es gefährlich ist, sich verwundbar zu machen. Weil wir enttäuscht und verletzt wurden. Weil man uns zu verstehen gegeben hat, dass wir nicht liebenswert und erst recht nicht schön sind. Wir wissen nicht, glauben nicht, dass wir schön sind, egal welche Kleidergröße wir tragen. Wir haben keine Ahnung, wer wir eigentlich sind. Haben keine Ahnung, dass unser weibliches Herz so essentiell und besonders ist. Warum das so ist, ist ganz klar: wir leben in einer gefallenen Welt, in der eine Macht existiert, die nicht möchte, dass wir so leben, wie Gott es für uns im Sinn hatte, dass wir mit Gott leben und in ihm und durch die Beziehung zu ihm aufblühen. Ihr gefällt es nicht, wenn Frauen sich über ihre Identität und ihr von Gott gewolltes, geformtes Herz bewusst werden. Denn eine Frau, die mit diesem Bewusstsein lebt, stellt eine Gefahr dar. Eine Gefahr, die Welt mit ihrem Wesen zu bereichern, sie zu einem lebensbejahenden, lebensfördernden Ort zu machen. Das will diese Macht verhindern. Sie will zerstören, hat es auf alles abgesehen, was Leben schenkt und ermutigt, was zum Leben in der Beziehung mit Gott ermutigt. So kommt es, dass sie uns immer wieder Lügen einredet, uns angreift und zum Zweifeln bringt, unsere Identität streitig macht und uns glauben lässt, dass wir alles andere als schön, gewollt und liebenswert sind, so dass wir uns verstecken und der Welt unser Herz vorenthalten, welches sie doch so nötig hat.

Meine Geschichte mit der Schönheit

Auch meine Geschichte mit der Schönheit geht auf Lügen und Verletzungen zurück. Wie jedes kleine Mädchen sehnte ich mich danach, eine schöne, liebenswerte, zarte Prinzessin zu sein. Eine graziöse, leichte Ballerina. Doch das traf auf mich als Kind so gar nicht zu. Ich war nicht dick, aber meine Statur war ganz sicher nicht gerade das, was man als kleine, zarte Elfe bezeichnen würde. Zudem hatte ich eine Brille seit ich 3 Jahre alt war, und durch einen Unfall auf einer Schaukel waren meine Milchzähne beschädigt worden, wodurch sie teilweise abgebrochen und verfärbt waren. Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Äußeres mich als Kind besonders beschäftigt hätte – aber es gab Erlebnisse, Kommentare, die sich während dieser Zeit einprägten und mich später mehr oder weniger bewusst verfolgten, mir das Gefühl gaben, nicht schön zu sein. Da war zum Beispiel diese Kantinenfrau, die mich, als Antwort auf meine Frage nach etwas Nachschub auf meinem Teller beim Abendessen in der Mutter-Kind-Kur, als „kleines Fresssäckchen“ bezeichnete. Das hatte gesessen. Nicht sofort, aber es brannte sich in meinen Kopf ein. Ich kann praktisch noch ihre Stimme in meinen Gedanken hören. Ungern denke ich an meine Ballettphase zurück, die nicht sehr lang anhielt, da ich recht schnell merkte, dass ich aus der Reihe tanzte und nicht wirklich ins Bild passte. Ich war größer als alle anderen Mädchen und sicher nicht elfenhaft, auch wenn ich mich gut bewegen konnte. Und dann waren da noch die Tanten in meiner Familie, die warum auch immer – nur Gott weiß es – jeden Wachstumsschritt kommentierten und zu allem ihre Meinung abgaben. Die hat aber auch ein ganz schönes Är***chen bekommen. Am besten folgte daraufhin noch ein Klaps auf benanntes Hinterteil, wunderbar.
Ich glaube ich habe deutlich gemacht, dass ich mehr oder weniger unter dem Schönheitsdiktat litt, es sich zumindest seinen Weg in meinen Kopf bahnte. Und so kam es, dass die 13-jährige Delia endlich auch schön sein wollte – denn das war sie ja scheinbar nicht – egal, was es kostete. Die Brille wurde gegen Kontaktlinsen getauscht, Make-up aufgelegt und die in meinen Augen überflüssigen Kilos wurden abtrainiert. Zu Beginn wurden sie nur abtrainiert. Irgendwann reichte das nicht mehr und ich hungerte. Ich zählte Kalorien. Ich überlegte den ganzen Tag, was ich wann essen dürfe und wie viele Sit-ups ich machen müsse, damit der zuckerfeie Müsliriegel wieder wett gemacht würde. Ich wurde dünner und dünner. Bis die kleinste Konfektionsgröße im Laden zu groß war, was mir tiefe Befriedigung verschaffte. Und ich wollte mehr davon. Noch mehr abnehmen. Mit noch weniger Essen klarkommen. Es war krank. Aber das merkte ich natürlich nicht; ich war getrieben von dem Wunsch, endlich schön zu sein, die Lügen der Jahre auszuradieren und mich liebenswert zu fühlen. Natürlich hat das nicht funktioniert. Denn trotz immer leichterem Gewicht, sah ich nicht, dass ich schon viel zu dünn war. In meinen Augen war mein Körper immer noch nicht schön genug. Ganz zu schweigen von meiner von Akne geplagten Haut und meinen, zu diesem Zeitpunkt durch mangelnde Nährstoffe, sehr dünnen Haaren.

Verletzungen und Unsicherheit versteckt hinter Äußerlichkeiten

Ich fing wieder an zu essen, als meine Mutter mir drohte, mich in eine Klinik zu schicken und der Arzt mir nachdrücklich sagte, dass ich besser mit mir umgehen müsse, wenn ich nicht wolle, dass mein Hungern bleibende Schäden verursachen würde, denn inzwischen hatten einige Körperfunktionen bei mir schon ausgesetzt. Ich war krank. Und begann dies allmählich zu realisieren. Also fand ich mich mit dem Gedanken ab, wieder zu essen. Das rettete mich. Ich bin heute dankbar, dass ich die Kurve irgendwie kriegte, so dass ich wieder Normalgewicht erreichte. Ich sah wieder gesund aus, jedoch war mein Kopf immer noch krank. Meine Gedanken waren krank. Ich konnte mich immer noch nicht annehmen, schön finden, selbstbewusst sein. Ich konnte mich als Person nicht annehmen, konnte mir nicht vorstellen, warum mein Charakter liebenswert sein sollte, sah mich durchweg in einem schlechten Licht an. Zu erklären, woher diese schlechten Gedanken über mich kamen, würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Nur so viel; es ist auf Verletzungen und Erlebnisse zurückzuführen, die mir vermittelten, dass ich eine Enttäuschung, nicht gut genug, nicht liebenswert sei. Ich denke, dass wir alle das ein oder andere erlebt haben, was uns dieses Gefühl vermittelt hat.
Mein schlechtes Selbstbild zog sich über Jahre durch mein Leben hindurch. Ich baute mir eine Fassade auf, um meine Unsicherheit zu verstecken, probierte mich auf modischer Ebene aus; kaufte mir immer die neuesten Klamotten, schnitt meine Haare zu einem Pixiecut, ließ sie wieder lang wachsen, probierte jede Haarfarbe durch und gewöhnte mir eine Attitude an, die etwas von Arroganz und Kühle hatte. Nach außen gab ich die lässige, selbstbewusste, modebewusste, besondere Delia. In mir war ich unsicher, fast schüchtern. Ich hatte Angst, dass das jemand merken könnte und versteckte mich hinter all den Äußerlichkeiten. Damals natürlich unbewusst. Heute weiß ich, dass all dies eine Maske war. Dass es meine Art war, mit den Verletzungen und der Unsicherheit umzugehen.

Und dann kam Jesus

Was jetzt kommt, ist das Beste an der ganzen Story. Denn zum Glück blieb es nicht dabei; ich war 18 Jahre alt, hatte nach außen alles unter Kontrolle, war die individuelle und selbstbewusste Delia. Und dann traf ich auf Jesus. Alles änderte sich. Die Reise zu mir selbst begann. Lügen kamen ans Licht, Masken fielen. Das Licht Gottes traf auf meine Dunkelheit und ließ meine Abgründe zum Vorschein kommen. Das Ganze passierte nicht von jetzt auf gleich, es war ein Prozess, in dem Gott immer wieder neu auf Dinge gezeigt, sie hochgeholt hat, damit ich immer mehr in die Freiheit gelange, ich selbst zu sein. Die Delia zu sein, die Gott sich ausgedacht hat, in die er absichtlich bestimmte Eigenschaften hineingelegt hat. So kam es, dass ich immer mehr merkte, wie verfallen ich dem Schönheitswarn war. Es erschütterte mich, zu realisieren, wie viel Bedeutung ich dem Äußeren gab und wie sehr ich mich über mein Aussehen definierte. Ich konnte Gott nur bitten, mir einen anderen Blick auf mich selbst zu geben, denn mein Selbstbild war alles andere als gesund. Ich konnte mich absolut nicht lieben. Und so betete ich, dass Gott mir zeigen würde, warum ich wertvoll bin und warum er mich mit bestimmten Charakterzügen ausgestattet hatte.
Was soll ich sagen, Gott erhörte mein Gebet. In den Wochen darauf kamen immer wieder Freunde auf mich zu und sagten mir, warum sie die Freundschaft zu mir und mich als Person schätzten. Ich wurde ermutigt und bestätigt. Ich wurde gesehen, mein Herz wurde gesehen und wertgeschätzt. Das zu hören, tat meiner Seele so gut! Darüber hinaus lernte ich mich immer besser kennen. Durch einen Persönlichkeitstest, durch Erfahrungen, die ich machen durfte, Dinge, in denen ich mich ausprobierte. Durch Reflexion meiner Vergangenheit, Reflexion über meine Verhaltens- und Denkweisen. Mein Wunsch danach, mich mehr als die Delia zu sehen, die Gott in mir sieht, wurde immer stärker und ich ging Schritte in diese Richtung, ließ nicht davon ab, zu beten und Gott zu fragen, was er über mich denkt, was er in mich hineingelegt hat und warum. Ich glaube daran, dass Gott spricht, dass er mit uns Menschen kommunizieren möchte. Das tat er auch in Bezug auf mein Thema Identität. Immer wieder bekam ich von anderen Christen, die ein Bild vor ihrem inneren Auge von Gott gezeigt bekommen hatten, ermutigende Botschaften darüber, wer ich in Gottes Augen bin. Einmal sprach Gott zu mir in Form eines Bildes von einer Blume – Gott sah mich als diese starke und schöne Blume. Ein anderes Mal bekam ich einen Bibelvers von jemandem zugesteckt, der im Hohelied steht:

„Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön; deine Augen sind Tauben.“

Jesus besiegt jede Lüge

Dadurch und durch viele weitere Ereignisse zeigte mir Gott, dass ich schön und wertvoll bin, dass er mich liebt. Dass ich ein schönes Herz habe, das Gott sucht und ihn ehren will. Und so konnte ich mich annehmen. Die Lügen in meinem Kopf wurden vertrieben und durch Wahrheit ersetzt. Wie schon gesagt war das Ganze ein Prozess, das ist es immer noch. Es gibt nach wie vor Dinge an mir, die ich nicht mag. Gedanken über mich, die immer wieder hochkommen und mir einreden wollen, dass ich innerlich und auch äußerlich nicht schön bin. Doch ich weiß, was wahr ist und habe gelernt, zu identifizieren, was sich nach einer Lüge anhört. Ich weiß, dass ich wunderbar geschaffen bin und mein weibliches Herz einen Schatz in sich trägt, der unglaublich wertvoll ist. Ich lasse mir nichts anderes mehr einreden – auch wenn der Feind dies immer wieder versucht. In solchen Situationen halte ich mir vor Augen, was Gott über mich gesagt hat. Welche Wahrheiten er über mein Leben ausgesprochen hat. Ich rufe mir Eindrücke, Erlebnisse, Bibelstellen in Erinnerung, die Gott gebraucht hat, um zu mir zu sprechen und spreche diese laut aus. So kann es schon mal vorkommen, dass ich vor dem Spiegel stehe und sage: „Du bist eine starke und schöne Blume. Gott, ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin, wunderbar sind deine Werke, das erkenne ich! (Aus Psalm 139,14)“ Es ist ein Kampf, den ich in dem Bewusstsein kämpfe, dass Jesus bereits gesiegt hat! Er hat den Tod besiegt, ist auferstanden aus dem Grab. Sein Blut hat uns erkauft, rausgekauft aus der Sklaverei der Sünde. Wir sind frei, ich bin frei. Und in dieser Freiheit dürfen wir, du und ich, schon jetzt auf der Erde leben. Darauf berufe ich mich immer wieder, das halte ich mir immer wieder vor Augen, wenn die Anfechtungen kommen.

„Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ – 1. Korinther 15,57

„Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ – 1. Johannes 5,4

Wie ich Schönheit verstehe, ist heute ganz anders, als das früher der Fall war. Ich bin überzeugt davon, dass jeder Schönheit in sich trägt, jede Frau in sich Schönheit trägt. Ich weiß, dass Schönheit nicht nur aus Äußerlichkeiten besteht, sondern viel mehr daraus, zu wissen, wer man in Gottes Augen ist und Frieden genau darüber zu haben. Es geht darum, sich anzunehmen und im Hinblick auf Jesus heiliger, also ihm ähnlicher, zu werden. Ein schönes Herz ist das, worin wahre Schönheit liegt. Petrus wusste dies auch schon und schrieb in seinem ersten Brief in Kapitel 3, Verse 3 und 4:

„Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“

Du bist schön!

Ich wünsche mir, dass du erkennst, wie schön du bist. Einfach weil es schrecklich wäre, wenn du an Selbstzweifel zugrunde gehen und dich dein Leben lang unsicher fühlen würdest. Der Gott, an den ich glaube, den ich erleben durfte, ist dazu fähig, jede Verletzung zu verarzten, sie zu heilen, sodass es sich so viel besser, leichter und freier Leben lässt. Das tut Gott, weil er uns Menschen so sehr liebt und es nie sein Plan war, dass wir uns quälen. Sein Herz blutet, wenn er sieht, dass wir Schmerzen haben, uns Dinge belasten und wir an der Last zu zerbrechen drohen. Ich wünsche mir, dass du ermutigt bist, deine Schönheit zu entdecken, Verletzungen an Gott abzugeben und dich heilen zu lassen. Einfach weil das Gottes Wunsch für dich ist. Und weil die Welt mehr Ermutiger braucht, die anderen Menschen die Augen öffnen und dazu einladen, sich von Gott heilen zu lassen und ihm in allem die Ehre zu geben.